Lütjensee

Diese frühe Postkarte wurde digital im Kontrast angepasst um überhaupt etwa erkennbar zu machen. Anhand der noch recht spärlichen Vegetation im Vergleich zu den unteren Bildern ist die Aufnahme auf ca. 1908 geschätzt.
Auf der Postkarte links ist in Bildmitte die Kreuzung der Chaussee mit der Bahntrasse zu erkennen. Zur rechten Seite befindet sich der Bahnhof und zur linken das Waldgebiet Hainholz welches über die Jahre einen ausgeprägten Baumbestand bildete. Diese Bäume erschwerten aber nun die Sicht der Lokführer auf die Chaussee. So blieben Unfälle mit Automobilen nicht aus zumal die Gemeinde Lütjensee an einem Sonntag 453 zählte.
Die Kreiskleinbahnkommission beschloss daraufhin im Jahre 1926 ein Abholzen der die Sicht behindernden Bäume. Hierauf gab es Einsprüche seitens der Besitzer Justus und Dietz. Auch die Gemeide Lütjensee befand die Abholzung nicht als ausreichend und forderte Schranken.
Die obere Aufnahme zeigt einen typischen Personenzug bei der Einfahrt nach Lütjensee aus Richtung Schiffbek kommend. Die Lok mit der Nummer 6 und dem Namen Kreistag zieht einen PwPosti, ein kombinierter Pack- und Postwagen und drei Görlitzer Drei-achser der Gattung Ci. Da diese Lok 1911 und die Görlitzer Dreiachser von 1911 - 1912 angeschafft wurden, wird dies das dazu gehörige Pressefoto sein.
Durch den erhöhten Ausflugsverkehr am Wochenende wurde zu einem noch unbekannten Zeitpunkt auf dem Bahnsteig ein Kiosk errichtet. Dieser ist auf den Fotos links und unten festgehalten. Auf einer Postkarte wird als Inhaber Willi Maire benannt. Auch geben diese Aufnahmen den alltäglichen Personenverkehr wieder. Neben der Bahn war das Fahrrad das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Im Hintergrund ist an der Holzverlade-rampe eine einfache Form eines Überladekrans auszumachen.























