Unwetter über Südstormarn


Am 10. Mai 2018 erwischte es die Region mit sintflutartigen Regenschauern heftig. Oststeinbek, Havighorst, Boberg, Lohbrügge, Sande und Glinde verschwanden kurzfristig unter Wassermassen, die weder die Kanalisation noch die Gewässer im Raum aufnehmen konnten. Am Tag danch haben wir uns das Ausmaß mit Bezug auf die Reststrecke der Südstormarnschen Kreisbahn angesehen.




Der BÜ Heidhorst zwischen Boberg und Havighorst. Hier konnte die FF Havighorst größeren Schaden mit Sandsäcken abwenden.




Die Aufnahme ist in Richtung Donhorst/Glinde gemacht.




Beim näheren Hinsehen kann allerdings nicht geleugnet werden, hier muss repariert werden.




Als ich später vor Ort war trugen die hier ansässigen Modelbahner ihr Hab und Gut in Richtung Kofferraum.




Eigentlich sollte eine gute Drainage für schnellen Ablauf garantieren. Hier der Blick in Richtung Billstedt etwa 24 Stunden nach dem Unwetter.




Die Wassermassen waren einfach überwältigend. In Boberg Auf der Bojenwiese stellte die Feuerwehr das Auspumpen der Keller ein. Man befürchtete, daß das rapide angestiegene Grundwasser die Häuser aufschwemmen könnte. Strom gab es dort am Samstag übrigens immer noch nicht.




Die Zufahrt zur ehemaligen Ladestraße in Boberg-Havighorst. Hierbei ist festzustellen, in der Nähe befindet sich kein Gewässer das übergelaufen ist. Alles Regenwasser welches nicht abfließen oder versickern konnte. Die in etwa 5km entfernete Glinder Au ließ in Oststeinbek eine Wand der dortigen Mühle einstürzen, die Bewohner konnten evakuiert werden.




Schlimmer hatte es den Streckenabschnitt bei Domhorst erwischt. Hier wurde das komplette Gleisbett zerstört.




Wo sich einst ein tonnenschweres Schotterbett befand ist nichts davon übrig geblieben.









Das war einmal ein Schotterbett....




Überspülungen an der Ziegeleistraße in Havighorst.




Ein weiterer markanter Punkt wo Wasser auf die Bahnstrecke trifft ist in Kirchsteinbek, wo die Steinbek als beschauliches Bäclhlein hier deutlich Hochwasser führt, ferner sind fehlende Uferbefestigungen auszumachen.



Der sich am Längsträger der Brücke verfangene Baumstumpf ist dort nicht hingeflogen. Die Spuren der Feuchtigkeit am Träger lassen erahnen, welche Wassermassen hier abgelaufen sind.





Die Brücke der B5 nach Berlin. Hier scheint es keinerlei Schäden zu geben. Das Wasser aus der viel höher gelegenen Region konnte vorher versickern.



Es bleibt allen Helfern und besonders den Freiwilligen Feuerwehren zu danken. Durch 24 Stunden ununterbrochene  selbstlose Arbeit konnten vielerorts schlimmere Schäden vermieden werden. Soweit bis heute bekannt sind keine Menschenleben zu beklagen. Den Betroffenen bleibt zu wünschen, daß alles gut versichert war und wenigstens der materielle Schaden ersetzt werden kann. Wie es mit der Reststrecke der Kreisbahn weiter geht werden wir hier berichten. Auch hier die Hoffnung, daß die Eigentümerin gegen solche Schäden versichert ist.




Am BÜ An der Trift am Glinder Bahnhof die SH2 Scheibe.




In Domhorst sieht es schon wieder nach einem Bahndamm aus.




Der Graben führt noch immer Wasser.




Das angrenzende Feld ist vom Schotter befreit.



Am 23.05.2018 wurde Schotter eingebracht.



Am 24.05.2018 liegen die Gleise wieder im Schotterbett.



Am BÜ Heidhorst unweit vom Bahnhof Boberg-Havighorst wird auch ausgebessert.



Am BÜ Ziegeleistraße wurde nachgestopft.



Am 31.05.2018 konnte dann nach dreiwöchiger Pause eine Gravita im Bahnhof Glinde abgelichtet werden. Die Züge rollen wieder.